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Eine Auswahl von Fallbeispielen

  • Ein drohender Herzinfarkt wird nicht erkannt und der Patient erleidet den Tod.
  • Im Krankenhaus wird eine Reanimation fehlerhaft durchgeführt und der Patient fällt ins Wachkoma (apallisches Syndrom).
  • Ein Schlaganfall wird zu spät erkannt und es verbleiben dauerhaft Sprachstörungen und eine Halbseitenlähmung, die bei fachgerechter und zeitnaher Versorgung vermieden worden wären.
  • Eine Eileiterschwangerschaft wird vom Gynäkologen nicht erkannt und der Eileiter platzt.
  • Mammographie-Aufnahmen werden nicht richtig beurteilt und der Brustkrebs zu spät erkannt mit der Folge einer ansonsten vermeidbaren Brustamputation.
  • Bei einer (angeblich harmlosen) Darmspiegelung wird der Darm verletzt und es kommt zu einer lebensgefährlichen Bauchfellentzündung (Peritonitis).
  • Bei der Versorgung mit Implantaten kommt es zu einer Mund-Antrum-Verbindung (Durchbruch in die Kieferhöhle), die der Zahnarzt nicht oder nicht fachgerecht verschließt.
  • Bei einer Glaukomoperation am Auge wird der Laser nicht fachgerecht eingesetzt und es kommt zu einer postoperativen Erblindung.
  • Bei einer Operation am Ohr wird fehlerhaft kein Abstrich genommen und aufgrund einer Besiedelung mit Pseudomonas aeruginosa kommt es zu einer vermeidbaren Taubheit auf dem Ohr.
  • Im Pflegeheim wird der bettlägerige Bewohner nicht regelmäßig gelagert und es entstehen Druckgeschwüre (Dekubiti).
  • Im Altenheim fehlt es an einer ordnungsgemäßen Kontrakturenprophylaxe und die Gelenke des Bewohners steifen ein.
  • Während der Geburt kommt es zu einer vermeidbaren Sauerstoffunterversorgung des Kindes mit der Folge lebenslanger körperlicher und geistiger Schäden / Hirnschäden.
  • Über die Risiken einer sog. Schönheitsoperation wird nicht (vollständig und schonungslos) aufgeklärt und es verwirklicht sich eines der aufklärungspflichtigen Risiken, z.B. schmerzhafte und entstellende Narben / Dellen am Oberschenkel nach Fettabsaugung.
  • Eine Brustvergrößerung und Bruststraffung wird fehlerhaft ausgeführt und es kommt zu erheblichen Bewegungseinschränkungen des Oberkörpers und beider Arme mit Dauerschmerzen und Beeinträchtigung des Sexuallebens.
  • Während einer Operation wird ein Tuch im Bauchraum vergessen und der Patient entwickelt eine Peritonitis (Bauchfellentzündung) mit der Folge zahlreicher Nachoperationen.
  • Bei einem operativen Eingriff wird die Narkose nicht von einem Facharzt für Anästhesie, sondern von einem Krankenpfleger geführt und es kommt zu einem Narkosezwischenfall.